Im Rahmen des alljährlichen Djelem Djelem Festivals wird ein eindrucksvoller Film gezeigt, in dem die Interviewten darüber berichten, welche unterschiedlichen Rechte Migrant*innen je nach Herkunft in Deutschland haben. Im Anschluss wird mit Expert*innen und Protagonist*innen darüber diskutiert.
Zur Bundestagswahl 2025 waren rund 12 Millionen in Deutschland lebende Menschen vom Wahlrecht ausgeschlossen – allein deshalb, weil sie keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Darunter sind etwa 1,5 Millionen Menschen, die hier geboren wurden. Obwohl sie Teil dieser Gesellschaft sind und oft seit vielen Jahren hier leben, fanden ihre Lebensrealitäten und politischen Kämpfe im Wahlkampf kaum Beachtung – und das, obwohl sie von rassistischen Debatten, Ausgrenzung und verschärften Gesetzen besonders stark betroffen sind.
Das Roma Center zeigt daher den Film "Das Recht, Rechte zu haben", der im Bündnis "Pass(t) uns allen" entwickelt wurde, zu dem auch das Roma Center gehört.
Der Film erzählt eindrucksvoll von den individuellen und kollektiven Kämpfen von Migrant:innen, BIPoC sowie Roma und Sinti um Staatsangehörigkeit, Bleiberecht, politische Teilhabe und Gleichberechtigung. Er konfrontiert uns mit der Realität von Menschen, die seit Jahren oder Jahrzehnten in Deutschland leben – aber durch Duldung, Staatenlosigkeit oder fehlenden Pass vom gesellschaftlichen und politischen Leben ausgeschlossen bleiben.
Im Anschluss kann mit dem Podium diskutiert werden u.a. über Fragen wie "Was bedeutet Zugehörigkeit? Wie können wir für gleiche Rechte für alle eintreten – unabhängig von Papieren?"
Podiumsdiskussion mit
Moderation: Roxanna-Lorraine Witt
Datum: 9. September 2025
Uhrzeit: 17:00-20:00 Uhr
Ort: Stollenpark Auslandsgesellschaft, Planerladen, Bergmannstr. 51, Dortmund
Eine Veranstaltung im Rahmen des Festivals Djelem Djelem in Dortmund. Die vom MKJFGFI geförderte Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit sowie das Jugendforum Nordstadt des Planerladen sind Mitorganisatoren der Veranstaltung.