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Aktuell:

Info  Meilensteine  Aktion "Blickwechsel"

Aktion "Blickwechsel": Planerladen e.V. mahnt an: Es ist Zeit für einen „Blickwechsel“ in der Nordstadt und eine Allianz für soziale Inklusion statt Ausgrenzung der Schwächsten!

Mit der Kampagne "Blickwechsel" fordert der Planerladen e.V. einen radikalen Perspektivenwechsel: Es geht vor allem um die Abkehr von der vorherrschenden Sündenbockpolitik und Scheinheiligkeit. Statt nach dem Motto „Teile und herrsche“ die unterschiedlichen Gruppen gegeneinander auszuspielen und die soziale Entsolidarisierung des unteren Drittels zu betreiben, sollen endlich die wahren Verursacher der Probleme in den Blick gerückt werden.

Viele Probleme in der Nordstadt sind hausgemacht und bestehen bereits seit Jahren, z.B. die sog. „Ekelhäuser“. Warum werden in der Öffentlichkeit immer nur die in den heruntergekommenen Häusern „hausenden“ Sinti und Roma zum Thema gemacht? Wohin sind sie übrigens verfrachtet worden? Ist sichergestellt, dass sie nun menschenwürdig untergebracht sind? Wo bleiben die angeblich mit den Füßen scharrenden Handwerker für die Sanierung z.B. des Hauses Mallinckrodtstr. 317, das mit herzensrührendem, pressefüllendem Hilfegeschrei der Verwaltungsgesellschaft unter Einsatz von „Muskelmännern“ geräumt wurde? Warum sind die Ordnungs- und Sicherheitshüter nicht im Einsatz gegen diese „von Sanierungswut getriebene und seinerzeit leider durch die Roma-Besetzung davon abgehaltene“ Verwaltungsgesellschaft? Der Blick müsste sich doch vor allem auf die Eigentümer richten, die über Jahre hinweg ihre Häuser haben leer stehen und verkommen lassen und daraus sogar noch Profit schlagen. Genau dies führt häufig zu einer Spirale des Verfalls: Verwahrlosung und schließlich auch Vermüllung sind die Folge.

Es werden Geschäfte mit der Armut gemacht, wie das Beispiel des Missbrauchs der Feldhoffstiftung sehr eindeutig aufzeigt. Hier waren renommierte Akteure am Werk, die die heutigen Zustände herbeigeführt haben. Für die Menschen hingegen, die in diesen sog. „Problemhäusern“ ein Dach über dem Kopf gefunden haben, bilden diese oftmals den einzigen Ausweg in ihrer Not.

Warum stehen stets nur die vermeintlichen Schwarzarbeiter im Zentrum der Aufmerksamkeit? Hier müsste der Blick viel stärker in Richtung der Firmen gelenkt werden, die die Schwarzarbeiter beschäftigen. Sie sind die Kriminellen, die belangt werden müssen. Wo bleiben die passgenauen Konzepte und Angebote seitens der Stadt/ARGE/Wohlfahrtsverbände etc. für die Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, außer sich – als letzten Ausweg – zu prostituieren oder mutmaßlich der Schwarzarbeit nachzugehen?

Die Institutionalisierung der Ravensberger Straße als legaler Straßenstrich im unmittelbaren Nahbereich zu den Wohnquartieren der Nordstadt war schon damals eine falsche Weichenstellung. Viele von den heutigen schärfsten Kritikern gehörten jener Zeit zu den engagiertesten Verfechtern dieser vermeintlichen „Lösung“. Ein wesentlicher Effekt war die Aufweichung des Sperrbezirks. Die problemhafte Entwicklung war für jeden mit gesundem Menschenverstand eine voraussehbare und ist nachweislich nicht erst mit der Zuwanderung aus Osteuropa entstanden.

Warum wurde die ganze Zeit immer nur auf die Prostituierten geschaut? Der Blick hätte längst auf die Zuhälter und auf die Freier gerichtet werden müssen. Sie sind es, die gegen Gesetze verstoßen. Sie sind es, gegen die vorgegangen werden muss, und zwar nicht nur halbherzig. Denn nicht wenigen Prostituierten bleibt oft keine andere Wahl, als dieser (legalen!) Beschäftigung nachzugehen.

Schluss mit ...

  • Sündenbockpolitik!
  • Spekulation!
  • Ausbeutung!
  • Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit!
  • menschenverachtenden Wohnbedingungen!

Eintreten für…

  • die Bekämpfung von verantwortungslosen Spekulanten, Sklavenhändlern und zügellosen Freiern!
  • die Herstellung von menschenwürdigen Wohn- und Lebensverhältnissen für alle!
  • die Schaffung von legalen Verdienstmöglichkeiten für Zuwanderer!
  • ernsthafte zielgruppenorientierte Wohnkonzepte für Roma-Familien!

Mit der Kampagne „Blickwechsel“ rufen wir alle zum Kampf gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit auf! Sieben Banner hingen entlang der Mallinckrodtstraße vom 10.05.2011 bis zum 31.10.2011 und ein achtes Banner hängt immer noch am Standort der Integrationsagentur in der Schützenstraße 42. Ziel der Aktion ist es, die Öffentlichkeit auf die oben genannten Problemfelder in der Dortmunder Nordstadt aus einem anderen Blickwinkel aufmerksam zu machen, sie für die eigentliche Problematik und somit für das Wesentliche zu sensibilisieren, indem der Blick auf die wahren Verursacher gelenkt wird und eine aufgeklärte Diskussion in Gang kommt.

Unser besonderer Dank geht an dieser Stelle an die GrünBau gGmbH für die tatkräftige Unterstützung unserer Aktion - insbesondere bedanken wir uns recht herzlich bei dem Quartiersservice, der die Aufhängung sowie die Kontrolle der Banner übernommen hat.