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18. März 2019

Lesung und Diskussion: NSU - Der Terror von rechts und das Versagen des Staates. Mordende Neonazis, zwielichtige Agenten, überforderte Polizisten. 4.4.2019

Jahrelang lebten Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe im Untergrund. Jahrelang raubten und mordeten die Terroristen, ohne gestoppt zu werden. Jahrelang hatten die Behörden keine Ahnung von dieser beispiellosen Mordserie einer nationalsozialistischen Terrorzelle. Wie war das möglich?

Foto Daniel Blaser

Diese Frage bleibt brisant, auch und gerade nach dem Urteil im NSU-Prozess. Daher widmete sich ein Dialogforum, gemeinsam veranstaltet vom Planerladen e.V., der Auslandsgesellschaft, dem Bündnis „Tag der Solidarität“ und der Rosa-Luxemburg Stiftung NRW, am 04.04.2019 diesem Thema. Die Veranstaltung in der Auslandsgesellschaft war gut besucht mit 51 Teilnehmenden.

Der Autor Tanjev Schultz ist Professor für Journalismus an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er war viele Jahre Redakteur der Süddeutschen Zeitung und berichtete u.a. über Innere Sicherheit und Geheimdienste, über den NSU-Prozess und die NSU-Untersuchungsausschüsse. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Goethe-Medienpreis und dem Universitas-Preis für Wissenschaftsjournalismus.
Sein dramatischer Blick in die Abgründe der rechten Szene – und der deutschen Behörden – stützt sich auf die Auswertung von Tausenden Aktenseiten, Hunderten Zeugenaussagen und auf jahrelange eigene Recherchen, die er in seinem Buch zusammengefasst hat.

Tanjev Schultz erzählt die Geschichte des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) als erschütternde Kriminalgeschichte eines staatlichen Organversagens. Sein dramatischer Blick in die Abgründe der rechten Szene – und der deutschen Behörden – stützt sich auf die Auswertung von Tausenden Aktenseiten, Hunderten Zeugenaussagen und auf jahrelange eigene Recherchen.

Im Anschluss an die Lesung entwickelte sich eine teils kontroverse Diskussion, auch über den Sinn des Verfassungsschutzes.

Diese Veranstaltung wurde im Rahmen des Projektes INKLUDO und des Antidiskriminierungsprojektes als Dialogforum durchgeführt. Die vom Planerladen e.V. initiierten Dialogforen haben das Ziel anhand von Filmvorführungen, Lesungen oder Podiumsdiskussionen mit Experten eine Plattform zu schaffen, bei der verschiedene Meinungen und Ansichten über migrations- und integrationsrelevante Themen ausgetauscht werden können. Sie sollen einer besseren Verständigung in der Stadt(teil)bevölkerung dienen und das Miteinander fördern.