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26. Oktober 2017

Lieber Müller als Kaya, Dimitrov, Popescu oder Al Hasan

Bundesweite Studie belegt, dass bei Anfragen beim Jobcenter der Nachname eine Rolle spielt. Das ist das Ergebnis eines auf zwei Jahre angelegten Testings, das Anselm Rink vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Johannes Hemker von der Columbia University durchgeführt haben.

Im Rahmen dieser deutsch-amerikanischen Studie haben die beiden Forscher alle Jobcenter in Deutschland unter die Lupe genommen. Mittels fiktiven E-Mails stellten sie Fragen rund um das Thema Hartz IV. Dabei wurde um Informationen über Unterlagen für eine Antragstellung beim Arbeitslosengeld II gebeten.
Die Auswertung der Rückmeldungen der 408 angefragten Jobcenter ergab, dass die Anfragen mit vermeintlich türkisch oder rumänisch klingendem Absender im Schnitt qualitativ schlechter, sprich unzureichender und weniger detailliert beantwortet beantwortetet wurden als die von Menschen ohne einen offensichtlichen Migrationshintergrund.

Dabei schnitten westdeutsche Behörden insgesamt schlechter ab als ostdeutsche. Und Jobcenter unter kommunaler Verwaltung erzielten sogar ein deutlich schlechteres Ergebnis als die direkt der Bundesagentur für Arbeit unterstellten Behörden.