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3. April 2014

„Schlüsselfrage! – Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt“ - Planerladen e.V. berichtet im Rahmen der Karlsruher Wochen gegen Rassismus über seine Arbeit

Bei der Wohnungssuche werden alle Menschen gleich behandelt – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und sozialem Milieu… Leider ist das nur ein Wunschbild und die Wirklichkeit sieht anders aus: In der Realität haben Menschen mit fremdklingendem Namen, anderer Hautfarbe und schwieriger finanzieller Lage weitaus schlechtere Karten. Weniger Chancen haben auch Familien mit Kindern, Studierende, Mini-Jobber und Leistungsbezieher sowie Alleinerziehende. Eine Kombination der genannten Kategorien macht die Wohnungssuche fast aussichtslos. Viele Diskriminierungserfahrungen passieren subtil und können nicht nachgewiesen werden.

Tülin Kabis-Staubach vom Planerladen e.V. teilte in einem Input bei einem Podiumsgespräch am 25.03.2014 im Rahmen der Karlsruher Wochen gegen Rassismus die Ergebnisse der Testing-Studien des Planerladen e.V. auf dem Wohnungsmarkt mit und berichtete über die Arbeit der Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit. Sie skizzierte die Zugangsbarrieren, auf die Migranten bei der Wohnungssuche stoßen, beschrieb die besondere Bedeutung der Sensibilisierung der Akteure auf dem Wohnungsmarkt ebenso wie den Bedarf an Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit zur Wegbereitung einer Willkommenskultur der Aufnahmegesellschaft.
Außerdem referierte ein Vertreter der Volkswohnung Karlsruhe, eines der größten kommunalen Immobilienunternehmen Baden-Württembergs, über die lokale Wohnsituation und beschrieb die Praxis der Wohnungsvergabe. An der anschließenden Diskussion beteiligten sich Karlsruher Bürger und konnten von ihren eigenen Erfahrungen berichten. Mit der Veranstaltung sollte im Rahmen der Wochen gegen Rassismus eine breitere Öffentlichkeit mit dem oft geleugneten, aber sehr brisanten Thema der Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt erreicht werden.

Die Forderungen des Planerladen e.V. aus dem Vortrag sollen nun im Migrationsbeirat der Stadt Karlsruhe eingebracht und diskutiert werden.



Veranstaltet wurde der Diskussionsabend vom AK Migrationsbeirat und dem Kulturbüro der Stadt Karlsruhe (siehe unten: Pressebericht der Stadt Karlsruhe).

In den Badischen Neuesten Nachrichten ist am 27.03.2014 ein Artikel über die Veranstaltung erschienen: