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17. März 2014

Zeitzeugen-Gespräch mit Max Mannheimer - Jugendliche lernen Holocaustüberlebenden kennen

Jugendliche des Jugendforums Nordstadt lernten während einer Studienfahrt nach München vom 2.-3. März den 94-jährigen Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer im Haus des Deutschen Taschenbuchverlages kennen. Sie diskutierten mit ihm über Antisemitismus, Politik und die Wichtigkeit des Engagements für die Demokratie.

„Auf jeden Fall war die Begegnung mit Max Mannheimer eine bewegende und sensibilisierende Erfahrung für uns“, sagte Zana Yekta, Sprecher des Jugendforums Nordstadt. Ebru Baser ergänzte: „Ich bin sehr froh darüber, dass das Jugendforum uns die Möglichkeit geboten hat“. Was die Jugendlichen überraschte, war der Humor des Zeitzeugen. „Das Gespräch mit dem Zeitzeugen Max Mannheimer hat unsere Jugendlichen bewegt“, sagte Selda Sirin, Mitarbeiterin des Planerladen e.V. Eine Führung durch das Jüdische Museum und ein politisch-kultureller Stadtrundgang rundeten das Programm ab.

„Ich möchte die Schrecken der Diktatur deutlich machen. Und die lassen sich durch Zahlen und Statistiken eben nur mangelhaft vermitteln. Die Zahl beeindruckt, aber sie berührt nicht, wenn man Einzelschicksale damit verbinden kann. Deshalb berichte ich von dem meinen“, erklärte Max Mannheimer.

Zur Person Max Mannheimer:

1943 wurde die Familie Mannheimer nach Auschwitz deportiert. Die Eltern, drei Geschwister und Mannheimers Ehefrau wurden ermordet. Nach der Befreiung begann das dritte Leben. Max Mannheimer gründete eine Familie und verdrängte lange die Leidenszeit. Nach dem Tod seiner zweiten Frau schrieb er seine Erinnerungen an den Holocaust nieder. Als „spätes Tagebuch“ wurden diese weltweit bekannt. Ihm sind die Gespräche über den Holocaust wichtig, insbesondere möchte er das Andenken an die Ermordeten wachhalten.

Seit September 2011 wird das Projekt Jugendforum Nordstadt im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt, Dortmund Nordstadt mit Mitteln der EU, des Bundes, des Landes NRW und der Stadt Dortmund gefördert. Zur Realisierung der Studienfahrt trug auch die Unterstützung des Unternehmens tegos Gmbh in Dortmund bei.


Fotos: Jugendforum, dtv