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22. Februar 2013

Film-, Lese- und Diskussionsabend am 18. März im sweetsixteen-kino

Ein Film-, Lese- und Diskussionsabend über das Leben des Boxers Johann Trollmann während der NS-Zeit und über die Lebenssituation der Roma in Dortmund findet am 18. März um 19 Uhr im sweetsixteen-kino statt.

 

Über den Film: Die Geschichte des Boxers Johann Rukeli Trollmann

Im Sommer 1933 gewinnt der Sinto Johann „Rukeli“ Trollmann die Deutsche Box-Meisterschaft der Profis im Halbschwergewicht. In der Bockbrauerei in der Fidicinstraße in Berlin besiegt er Adolf Witt.

Ein paar Tage später wird ihm der Titel von der arisierten Boxsportbehörde aberkannt. Wegen „ungenügender Leistungen beider Boxer“. Der wahre Grund jedoch ist: Als Sinto und damit Mitglied einer nicht-arischen Minderheit darf er nicht Deutscher Meister sein. Auf diese Entscheidung reagiert Trollmann so: Bei seinem nächsten Kampf, gegen den berühmten Weltergewichtler Gustav Eder, steigt er mit Mehl auf der Haut und blond gefärbten Haaren in den Ring.

Er boxt auch „deutsch“, unter Druck gesetzt von den Medien, der Box-Sportbehörde und einem Teil des Publikums. Trollmann stirbt, wie 500.000 weitere Sinti und Roma, im Konzentrationslager. (Dokumentarfilm, Farbe, DE 2012, 90 Min., FSK ohne Angabe, Regie: Eike Besuden)

 

Inhalt der Lesung und Diskussion

Das Leben und „Schicksal“ der Roma während der NS-Zeit wird aufgegriffen und ebenso auch die heutige Lebenssituation der Roma in Dortmund. Mit der Zuwanderung von Menschen aus Osteuropa z.B. nach Dortmund gibt es viele Diskussionen über das Zusammenleben mit den Neuzuwander/innen. Das Schicksal eines einzelnen Sportlers, der aufgrund seiner Herkunft Opfer der NS-Ideologie wurde, spiegelt das Schicksal einer ganzen Gruppe wider.

Die Geschichte des Boxers Johann Trollmann soll in die heutige Zeit münden, in der Antiziganismus nach wie vor weit verbreitet ist. Die Fragen, ob und was wir aus der Geschichte gelernt haben, könnten Fragen sein, über die wir an diesem Abend diskutieren.


Moderation: Bastian Pütter (Bodo e.V.)

Gäste: Dr. Roger Repplinger (Autor), Oswald Marschall (Verein Deutscher Sinti Minden), u.a.

Eintritt für Film und Lesung: 5 ¤

Veranstalter: Planerladen e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, Auslandsgesellschaft NRW e.V., Alevitischer Kulturverein Dortmund e.V., Jugendforum Nordstadt des Planerladens e.V., freundeskreis nEUbürger und Bodo e.V.

Datum: 18. März um 19 Uhr

Ort: sweetsixteen-kino, Immermannstr. 29, 44147 Dortmund