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20. August 2012

BESSER LEBEN OHNE NAZIS … auch im September 2012! Planerladen e.V. sagt: WIR SIND DORTMUND. NAZIS SIND ES NICHT.

Wie brisant und aktuell das Thema Rechtsextremismus in Dortmund ist, zeigen nicht nur der alljährlich um den Antikriegstag am 1. September stattfindende Aufmarsch von Neonazis aus der gesamten Republik oder Nazi-Schmierereien am Interkulturellen Zentrum Dorstfelds und in anderen Stadtteilen. Vielmehr wird auch der Wahlkampf zur unmittelbar bevorstehenden Rats- und Bezirksvertretungswahl am kommenden Sonntag für die Verbreitung des menschenverachtenden Gedankenguts genutzt: Ab Mitte Juli plakatierte die NPD mit rassistischen und fremdenfeindlichen Wahlparolen. Die Anzeige eines Dortmunders wurde eingestellt, da es sich laut Staatsanwaltschaft bei dem Inhalt der Plakate nicht um den Straftatbestand der Volksverhetzung (z.B. Anstachelung von Hass, Aufforderung zu Gewalt, böswillige Beschimpfung einer Bevölkerungsgruppe) handele.

Wo Staatsgewalt machtlos ist, müssen die Bügerinnen und Bürger unserer Stadt erst recht zusammenstehen und unermüdlich gemeinsam Flagge zeigen: Dortmund ist eine internationale und weltoffene Stadt, in der es für Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und rechtes Gedankengut keinen Platz gibt!

Postkarten- und Plakataktion

Der Planerladen e.V. startet im Rahmen seiner Aktion „Wir sind Dortmund. Nazis sind es nicht.“ nun die nächste Offensive gegen die rechte Szene. Mit dem Slogan „BESSER LEBEN OHNE NAZIS / SCHÖNER WOHNEN OHNE NAZIS … auch im September 2012“ ruft der Planerladen e.V. im Vorfeld der Neonazi-Aufmärsche am ersten Septemberwochenende eine Postkarten- und Plakatkampagne ins Leben. Historische Fotos des im Zweiten Weltkrieg zerbombten Dortmunds illustrieren und untermauern die textlichen Aussagen plakativ. Mit der Aktion möchte der Planerladen e.V. die Öffentlichkeit weiter für die Thematik sensibilisieren und zum kontinuierlichen Handeln auffordern. Denn die zerstörerischen Taten der Nazis dürfen nicht in Vergessenheit geraten.

Die Postkarten werden mit freundlicher Unterstützung des Edgar Freecard-Systems verteilt und liegen seit dem 16. August in 125 Dortmunder Bars, Cafés, Restaurants, Sportstudios, Kinos und Konzertlocations aus. Zur Zielgruppe der Edgar Freecards gehören vor allem junge Menschen, die besonders im Fokus der Rechtsradikalen stehen.

Werbung in den U-Bahnhöfen
Eine weitere Dimension erreicht die Aktion durch die Präsentation der Motive am 1. September sowie am Vortag auf den Infoscreens in den Dortmunder U-Bahnhöfen (Hauptbahnhof, Kampstraße, Reinoldikirche, Stadtgarten, Stadthaus und Hörde) – unterstützt von der Ströer Digital Media GmbH. Auf diesem Wege werden rd. 150.000 Menschen erreicht.

Unter der Schirmherrschaft des OB
Oberbürgermeister Ullrich Sierau steht gerne Pate für die Aktion: „Es ist bekannt, dass ich mich als erster Bürger der Stadt für Weltoffenheit und Internationalität in Dortmund einsetze. Daher stehe ich voll und ganz hinter dieser Kampagne und wünsche mir, dass die Dortmunderinnen und Dortmunder weiter so zusammenstehen und sich gegen die Nazis stark machen, denn wir sind Dortmund. Nazis sind es nicht.“
Seit heute sind die drei Motive der Aktion in großformatigen Plakaten in der Berswordthalle ausgestellt.