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6. Juli 2012

Konfliktmanagement Nordstadt wird aufgrund des großen Erfolgs bis 2015 fortgesetzt!

Der Planerladen e.V. hat die Notwendigkeit für ein „Konfliktmanagement im Stadtteil“ bereits vor vielen Jahren in seinen Nachbarschaftsforen erkannt und mit den Vorgängerprojekten „Konfliktvermittlung im nachbarschaftlichen Bereich“ (2000-2004) sowie „Brücken bauen zwischen den Welten!“ (Laufzeit 2006-2009) in diesem Handlungsfeld Pionierarbeit geleistet. Ein deutlicher Beleg für die erfolgreiche Arbeit war nicht zuletzt die Auszeichnung im Rahmen des bundesweiten Preises „Soziale Stadt“ im Jahr 2004.

Das aktuelle Projekt „Richtig streiten will gelernt sein – Konfliktmanagement in der Dortmunder Nordstadt“ bekam 2011 den Zuschlag für die EU-Förderung und hat nach einjähriger Startphase nun eine Anschlussförderung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und den Europäischen Integrationsfonds (EIF) erhalten.

Ziel des Projektes ist die Förderung des friedlichen, interkulturellen Zusammenlebens und der Integration von Drittstaatsangehörigen (d.h. Menschen mit Staatsangehörigkeit außerhalb der Europäischen Union). Konkret bedeutet dies: Durch die Vielfalt der verschiedenen Kulturen und Lebensstile bietet die Dortmunder Nordstadt nicht nur größere Entfaltungsmöglichkeiten, sondern auch ein größeres Konfliktpotenzial als kulturell homogene Stadtteile.

Das an die Integrationsagentur des Planerladen e.V. angedockte Projekt bietet daher in den seit nunmehr zehn Jahren im Stadtteil etablierten Räumlichkeiten in der Schützenstraße 42 im Quartier Hafen eine Anlaufstelle bei Problemen in Haus, Nachbarschaft, Quartier oder Stadtteil. Kostenfrei und niederschwellig wird Beratung und Vermittlung angeboten, die
-    in Konfliktsituationen hilfreiche Handlungsmöglichkeiten aufzeigt,
-    den Kontakt zwischen den konfliktbeteiligten Parteien herstellt
-    und gemeinsam nach Lösungen zur Zufriedenheit aller Beteiligten sucht und vereinbart.
Darüber hinaus werden Trainings durchgeführt, um die Bürger des Stadtteils (darunter insbesondere Kinder und Jugendliche) zu befähigen, besser mit Konfliktsituationen umzugehen. Gleichermaßen werden für Multiplikatoren aus den Migrantenorganisationen moderierte Workshops und Schulungen angeboten, um auch über Dritte für ein respektvolles, interkulturelles Miteinander zu sensibilisieren.

Zur Förderung der Kommunikation und des gegenseitigen Verständnisses im Stadtteil, und damit auch zur Vorbeugung von Konflikten, werden regelmäßig Bürger- und Nachbarschaftsforen sowie Informations- und Diskussionsveranstaltungen durchgeführt, die zur Entwicklung und Etablierung einer sachlichen „Streitkultur auf Augenhöhe“ im Stadtteil beitragen.

Aufgrund des großen Erfolges und zweifellos fortbestehenden Bedarfes in der Nordstadt wird das Projekt nun fortgeführt. Das erfahrene und im Stadtteil fest verankerte Konfliktmanager-Team mit Martin Eder, Ali Şirin und Dennis Zilske bleibt dabei erhalten und wird zukünftig mit Frau Gamze Çalışkan gestärkt.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie -> hier.