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2. Juli 2012

„… denen, die mit Armut Geschäfte machen, das Handwerk legen!“

Die Banner-Aktion „BLICKWECHSEL“ gegen Diskriminierung der Neuzuwanderer läuft nun an der Integrationsagentur weiter. Die vom Planerladen angemahnten Themen dürfen nicht aus dem Blick geraten!

Foto: Knut Vahlensieck, WR

Im Frühjahr 2011 hat der Planerladen e.V. die Kampagne „Blickwechsel“ mit der Installierung von sieben Bannern entlang der Mallinckrodtstraße und einem Banner an der Integrationsagentur des Planerladen e.V. in der Schützenstraße gestartet. Mit dieser Aktion wurde ein klarer Perspektivenwechsel gefordert. Endlich sollten die wahren Verursacher der im Stadtteil virulenten Probleme in den Blick gerückt werden. Es wurde aufgefordert, damit Schluss zu machen, die unterschiedlichen Gruppen gegeneinander auszuspielen und eine soziale Entsolidarisierung des unteren Drittels zu betreiben. Die Aktion sollte darauf aufmerksam machen, dass bei der Diskussion über die Problematik der Prostitution, der Schwarzarbeit und der sog. Problemimmobilien die eigentlichen Drahtzieher und Profiteure in den Blick genommen werden.

Im September des vergangenen Jahres hat die Bezirksvertretung Innenstadt-Nord mit einem Mehrheitsbeschluss der SPD und der CDU bei Enthaltung von Bündnis90/Die Grüne die Verlängerung der Banneraktion im öffentlichen Raum auf der Mallinckrodtstraße unterbunden. Dies kam einer politischen Zensur gleich!

Der Planerladen e.V. will die Kampagne „BLICKWECHSEL“ nun neu aufleben lassen. Damit die weiterhin brandaktuellen Themen nicht aus dem Blick geraten, werden die Banner zukünftig an der Integrationsagentur präsentiert und in regelmäßigen Abständen gewechselt.

Kürzlich hat der Planerladen e.V. zusammen mit dem Mieterverein erst wieder auf die sog. Problemimmobilien in der Dortmunder Nordstadt aufmerksam gemacht. In der Bilanz zeigt sich, dass die Diskussion um die „Ekelhäuser“, die angeblich durch Neuzuwanderer in diesen Zustand gebracht worden seien, nur die Spitze des Eisbergs darstellen. Verantwortlich für die Entstehung von Problemimmobilien sind die jeweiligen Eigentümer; sie wirtschaften ihre Häuser durch Desinvestition und Vernachlässigung herunter.

Mit freundlicher Unterstützung des Hausmeisterservices der GrünBau gGmbH ist heute das Banner „… denen, die mit Armut Geschäfte machen, das Handwerk legen!“ aufgehängt worden.