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22. November 2011

Beteiligung von Familien – Vorstellung der Arbeit des Planerladen e.V. auf dem Workshop des Informations- und Qualifizierungszentrums für Kommunen (IQZ) in Oberhausen

Die familiengerechte Ausrichtung ihrer Politik ist den Kommunen in NRW ein wichtiges Anliegen. Da die Situation der Familien und ihre damit einhergehenden Bedarfe sehr unterschiedlich sein können, ist die Einbeziehung von Familien in kommunalpolitische Planungs- und Entscheidungsprozesse ein wichtiger Faktor für die Entwicklung passgenauer Unterstützungsangebote. Eine Berücksichtigung ihrer besonderen Situation und ein beteiligungsoffenes Klima in den Kommunen sind besonders wichtig. Gute Ansätze und hilfreiche Erfahrungen anderer familienpolitischer Akteure standen im Fokus des Workshops „Beteiligung von Familien“, der im Auftrag des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport am 17. November 2011 in Oberhausen stattfand.

Frau Tülin Kabis-Staubach vom Planerladen e.V. wurde als Expertin zu dem Workshop geladen. Sie referierte zu dem Thema „Beteiligung erfolgreich gestalten“ und zeigte in ihrem Vortrag die Besonderheiten und Möglichkeiten einer Beteiligung von Familien insbesondere mit Migrationshintergrund auf und stellte erfolgreiche Ansätze aus der Praxis vor.
In ihrem Vortrag brachte Frau Kabis-Staubach den Zuhörern zunächst die Begriffe „Beteiligung, Aktivierung und Empowerment“ näher, bevor sie über die Ausgangsbedingungen von Aktivierung und Teilhabe in Quartieren der „Sozialen Stadt“ am Beispiel der Dortmunder Nordstadt sprach. Danach erörterte sie die Praxis der Aktivierung und Beteiligung in Programmgebieten der „Sozialen Stadt“ und zeigte die Anforderungen an stadtteilbezogene Ansätze zur Aktivierung und Beteiligung insbesondere der Migranten-Familien auf. An dieser Stelle berichtete sie von der Stadtteilarbeit des Planerladen e.V. in der Nordstadt als einem Integrationsstadtteil par excellence: Über die verschiedenen Wege der Ansprache und die mannigfaltigen Methoden der Beteiligung (z.B. Etablierung einer Diskussionskultur auf Augenhöhe), über die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und ihr spezifisches Engagement, über die zielgruppenspezifischen Angebote des Planerladen e.V. (z.B. Konfliktmanagement) und über stadtteilbezogene Aktionen (z.B. Antidiskriminierungsarbeit). Abschließend ging sie auf Erfolgsfaktoren der Bewohnermitwirkung in benachteiligten Wohnquartieren ein und unterschied hier die Bewohneraktivierung auf der sozialräumlichen Ebene einerseits und die Beteiligung als gesamtstädtische Strategie andererseits.