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14. Oktober 2011

Nord trifft Süd: Bürgerforum erfolgreich gestartet

Neugierige Menschen und gute Atmosphäre: fast 70 Gäste aus Süd, Nord und anderen Stadtteilen, bunt gemischt in der Alters- und Herkunftsstruktur waren am 12.10. der Einladung zum 1. Dortmunder Bürgerforum „Nord trifft Süd“ gefolgt, um sich über ihr Hobby „Garten“ auszutauschen und ihre Vereine vorzustellen. Für die Organisatoren ein gelungener Start.

Mit dem Forum Dortmund „Nord trifft Süd“ möchten Auslandsgesellschaft NRW e.V. und Planerladen e.V. die Kultur des Zusammenlebens in der Stadt und in den Stadtteilen sichtbar machen – immerhin leben in Dortmund Menschen, die aus 172 Nationen stammen -  Neues und Altbewährtes vorstellen und Begegnungen zwischen den Menschen dieser Stadt ermöglichen. Beim ersten Forum ging es um „Gartenvereine und Stadtteilkultur“. Die Gartenvereine prägen die Stadtteilkultur. Menschen mit der Liebe zur Natur gestalten mit den Gartenvereinen auch ihren Stadtteil, denn Kleingartenanlagen sind wertvolle Bestandteile des öffentlichen und privaten Stadtgrüns. Nicht jeder Gartenverein ist gleich, ihre Mitglieder gestalten ihren Garten auf ihre ganz persönliche Art. So gelten nach den Klischees deutsche Vereine als „ordentlich“ und türkische als „konfus“. Die Veranstaltung brachte diese Menschen zusammen:

So berichtete Ugur Kaya, Vorsitzender des Yesil Bostan-Gemüsegartenvereins e.V., wie türkische Mitbürger die Brache an der Eisen- und Burgholzstraße besetzten und daraus eine kleine Oase machten. Die Gärten dort sind für diese Menschen fast ein Stück Heimat. Um diese Heimat nicht aufgeben zu müssen, wurde beschlossen, einen Verein 2004 zu gründen und mit der Stadt Dortmund und der Thyssen AG einen Pachtvertrag abzuschließen.

Isolde Jebing vom Verein der Garten- und Blumenfreunde Sölderholz erzählte von den vielen Aktionen, die von den Mitgliedern gut angenommen wird. Die ehrenamtliche Tätigkeit im Verein stellt einen festen Bestandteil in ihrem Leben dar. Jedoch beklagt sie wie viele andere Kleingartenvereine auch, dass junge Menschen nicht als Mitglieder gewonnen werden können.

Inge Klapper, die Mitglied beim Kleingartenverein Hafenwiese e.V. ist, erzählte, dass sie viele Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt als Mitglieder gewonnen haben. Das Miteinander klappt hervorragend und die strikten Regeln eines Kleingartenvereins werden befolgt, so Inge Klapper schmunzelnd. Aus demselben Verein kam auch eine junge Erwachsene zu Wort. Sonja Kleinrath, seit fast einem Jahr Mitglied, erzählte, dass es die Liebe zur Natur war, die sie dazu veranlasste, mit zwei weiteren Freundinnen die Mühe auf sich zu nehmen, um einen Garten samt kleines Häuschen neu nach Belieben zu gestalten.

Nach den Redebeiträgen durften die Gäste zu Wort kommen. Sie berichteten ebenfalls aus dem Vereinsleben. Nach der Veranstaltung wurde ein Buffet mit kleinen Köstlichkeiten eröffnet. Viele nutzten daher die Gelegenheit, an den vielen Tischen eine kleine Unterhaltung zu führen. Kleine Begegnungen eben, die einen Austausch ermöglichen und ein Ziel der Veranstaltung ist.

Die Veranstaltungsreihe gibt Bürgern die Chance, alltägliche und besondere Projekte in Dortmund kennen zu lernen. Ebenso sollen Menschen unterschiedlichster Herkunft in einer gemütlichen Runde ins Gespräch kommen. Sie wird von der Migrations- und Integrationsagentur im Rahmen des Masterplans Migration/Integration der Stadt Dortmund unterstützt. Der Planerladen e.V. und die Auslandsgesellschaft NRW sind in der Arbeitsgruppe „Internationale, weltoffene Stadt“. Im Frühjahr 2012 ist die nächste Veranstaltung geplant.