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15. Januar 2010

Erfahrungsaustausch zwischen Dortmund und Chicago

Der Planerladen e.V. hat zum Jahresbeginn Besuch aus Chicago erhalten: Über die TU Dortmund, Fakultät Raumplanung, Fachgebiet Raumplanung in Entwicklungsländern wurde ein Kontakt zum Center for Metropolitan Chicago Initiatives (CMCI) hergestellt. Die geschäftsführende Direktorin (Executive Director) Mrs. Sylvia Puente ließ sich von Prof. Dr. Reiner Staubach über die Entstehung und Aktivitäten des Planerladen informieren. Schwerpunktmäßig interessierte sie das Antidiskriminierungsprojekt und die Integrationsarbeit im Stadtteil.

Das CMCI arbeitet vor allem auf regionaler Ebene, unterstützt den Aufbau von Netzwerken und Kooperationen und setzt sich für die Ressourcenentwicklung bei Latino-Communities ein. Haupthandlungsfelder sind hier die Organisationsentwicklung und Vernetzung sowie die Identifizierung und Mobilisierung von Ressourcen im Bildungsbereich.

Ein weiterer Austausch, sowohl mit dem CMCI als auch mit der TU Dortmund, ist angestrebt.

 

Gautreaux Assisted Housing Program

Mrs. Puente berichtete von dem „Gautreaux Assisted Housing Program“, das als Reaktion auf eine Reihe von Sammelklagen gegen die Chicago Housing Authority (CHA) 1966 ins Leben gerufen worden ist. Die CHA hatte durch ihre Belegungspolitik in Form einer selektiven Auswahl der Mieter an bestimmten Wohnstandorten die Segregation der afroamerikanischen Bevölkerung verschärft. Dieses Programm verfolgte das Ziel, Menschen mit Migrationshintergrund auch Zugang zu integrierten Lagen in der gesamten Metropolregion zu verschaffen. Das Ergebnis der Bemühungen des 1998 ausgelaufenen Programms kann sich sehen lassen: Mehr als die Hälfte der rund 7000 betreuten Familien sind in bevorzugtere Wohnstandorte gezogen, z.B. die von der Mehrheitsgesellschaft dominierten Vororte. Dadurch sollten ihnen bessere Arbeitsplatzchancen eröffnet sowie ein sichereres Wohnumfeld und eine bessere Schulversorgung gewährleistet werden.
(Quelle: www.encyclopedia.chicagohistory.org/pages/507.html)